Der Einsatz von Klangschalen bei Menschen mit Demenz

 

In unserer Einrichtung wird der Einsatz von Klangschalen durch unsere Ergotherapeutin Katrin Trommler praktiziert.

Klangschalen existieren vermutlich seit der Mensch in der Lage ist, Metall zu verarbeiten. Die Ursprünge der Klangheilkunst liegen in den östlichen Kulturkreisen (Indien, Tibet, Nepal). Ihrer Theorie nach ist ein Mensch, der harmonisch schwingt gesund. Der Pädagoge und Diplom-Ingenieur für physikalische Technik Peter Hess machte dort erste Erfahrungen mit Klangschalen und entwickelte 1984 die Idee zur Klangmassage.

 

Ziel einer Klangmassage ist es, einen angenehm tiefen Entspannungszustand herbeizuführen. Sie aktiviert die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers, fördert die Vitalität und Regeneration.

 

 

 

In der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen wird im Zugang zu den Patienten über die Nutzung aller Sinne (auditiv = hören, taktil-haptisch = fühlen, visuell = sehen, olfaktorisch = riechen, gustatorisch = schmecken sowie vibratorisch) geschaffen. Diese Wahrnehmungsbereiche, sowie auch die Konzentration und Aufmerksamkeit werden gezielt geschult. Durch diese wertschätzende und achtsame Methode werden sehr angenehme Emotionen erzeugt, das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität gesteigert. Feedbacks unserer Bewohner, wie: „Ein Klang vom Himmel“; Oh, ist das herrlich“ oder „Das ist ja ein richtiges Wunder“ bestätigen die äußerst positive Wirkung der Klangschalen.

 

Des Weiteren werden sie prophylaktisch zur Linderung körperlicher Beschwerden oder in der Sterbebegleitung eingesetzt.

 

Die Anwendung der Peter Hess Klangmethoden erfolgt in Gruppen- und Einzeltherapien.

Die entsprechenden Maßnahmen werden im Rahmen von Gruppenaktivitäten regelmäßig (mindestens an fünf von sieben Tagen) angeboten, um einer drohenden oder bereits eingetretenen sozialen Isolation zu begegnen. Sofern es nach der persönlichen Situation, z. B. bei Bettlägerigkeit, und der konkreten sozial-emotionalen Bedürfnislage der Heimbewohner erforderlich ist, wird eine Einzelbetreuung (an mindestens drei von sieben Tagen) angeboten. Die aktuellen Betreuungsangebote sowie bevorstehende Veranstaltungen hängen in den Hausgemeinschaften aus.